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Individualrechner nach Maß

NAS: Ihre Daten zentral und gesichert

Ein NAS ist ein kleiner Speicher, der im Netzwerk hängt und auf den alle Geräte zugreifen können, vom Rechner, vom Notebook, vom Handy. Damit liegen Ihre Daten an einem Ort statt verstreut auf fünf Geräten, und die Sicherung läuft von selbst.

Bildschirmfoto der TrueNAS-Oberfläche: Übersicht mit Systemangaben, Auslastung von Prozessor und Arbeitsspeicher, Status des RAID-Z-Pools und Netzwerkdurchsatz
Wofür

Was ein NAS im Alltag löst

Ein Ort für alle Daten

Fotos, Dokumente, Musik: an einer Stelle, von jedem Gerät erreichbar. Kein Suchen mehr, auf welchem Rechner die aktuelle Fassung liegt.

Sicherung, die läuft

Alle Rechner sichern automatisch dorthin. Und das NAS selbst sichert weiter, auf eine zweite Platte oder an einen anderen Ort.

Zugriff von unterwegs

Auf Wunsch auch von außerhalb, über einen VPN-Zugang statt über eine offene Portfreigabe. Ihre Daten bleiben dabei bei Ihnen und nicht bei einem Anbieter.

Schutz vor Plattenausfall

Zwei oder mehr Platten im RAID-Verbund, gespiegelt oder mit Paritätsdaten: Fällt eine aus, sind die Daten noch da. Die defekte wird getauscht, der Verbund baut sich wieder auf.

Wichtig, weil oft missverstanden: Ein NAS mit Plattenverbund ist keine Datensicherung. Er schützt vor dem Ausfall einer Platte, nicht vor versehentlichem Löschen, nicht vor einem Trojaner und nicht vor einem Wasserschaden. Deshalb gehört zu jedem NAS eine Sicherung, die woandershin geht.

Auswahl

Was zu Ihnen passt

Die Angaben unten sind bewusst konkret: Wer schon weiß, wonach er sucht, soll hier die Antwort finden, ohne erst anrufen zu müssen.

  • Zwei Einschübe für zu Hause: gespiegelt (RAID 1), genug für Fotos und Dokumente
  • Vier und mehr Einschübe im Betrieb: RAID 5 oder 6, bei ZFS RAIDZ1 oder RAIDZ2
  • Platten mit CMR-Aufzeichnung und Freigabe für Dauerbetrieb, keine SMR-Platten aus dem Schreibtischsegment, die beim Wiederaufbau des Verbunds einbrechen
  • Netzanbindung nach Datenmenge: 1 GbE für den Hausgebrauch, 2,5 oder 10 GbE dort, wo mit großen Dateien oder mehreren Arbeitsplätzen gleichzeitig gearbeitet wird
  • Freigaben über SMB für Windows, NFS für Linux, Benutzer und Rechte zentral gepflegt
  • Verschlüsselung der Datenträger, wo sensible Daten liegen
  • S.M.A.R.T.-Überwachung und regelmäßiger Scrub, damit Fehler auffallen, solange sie sich noch reparieren lassen
  • Speicherplatz mit Reserve: Ein ZFS-Pool über 80 Prozent Füllstand wird spürbar langsamer
  • Sicherung des NAS selbst, per Replikation auf ein zweites Ziel, der Punkt, der am häufigsten fehlt
Drei Wege

Fertiggerät, eigener Aufbau oder Sicherungsserver

Welcher Weg passt, hängt an drei Fragen: Wie wichtig sind die Daten, wie viel Datenmenge kommt zusammen, und wie gut muss das Ziel geschützt sein, wenn jemand die Rechner davor übernimmt. Alle drei bekommen Sie von mir eingerichtet und erklärt.

1. Fertiggerät von Synology oder QNAP

Für zu Hause meist die richtige Wahl: fertige Oberfläche, Anwendungen für Fotos, Dateien und Sicherung eingebaut, sparsam im Betrieb, wenig Pflege. Im Betrieb setze ich Fertiggeräte in der Regel nicht als Dateiserver ein, sondern als Ziel, auf das der Server sichert. Die Grenzen liegen dort, wo große Datenmengen oder hohe Übertragungsraten dazukommen, und bei der Angriffsfläche: Die Verwaltungsoberfläche ist im Netz erreichbar, und über genau diesen Weg liefen in den letzten Jahren die Angriffswellen gegen solche Geräte.

2. Selbst aufgebautes TrueNAS

Für höhere Ansprüche baue ich das Gerät aus Einzelteilen auf und betreibe es mit TrueNAS auf dem Dateisystem ZFS. Jeder Datenblock trägt eine Prüfsumme: Kippt über die Jahre still ein Bit, fällt das beim Scrub auf und wird aus der Parität repariert, statt unbemerkt in die Sicherung zu wandern. Snapshots kosten kaum Platz und lassen sich stündlich anlegen, ein überschriebenes Dokument ist damit in Sekunden zurück. Dazu ECC-Speicher, RAIDZ statt Hardware-RAID und eine Netzanbindung Ihrer Wahl. Ausbaustufe und Plattenzahl bestimmen Sie, nicht ein Katalog. Ob das Gerät als gemeinsamer Speicher dient, als Sicherungsziel oder als beides, entscheiden Sie mit der Einrichtung, nicht mit dem Kauf.

3. ZFS-Backup-Server

Als Sicherungsziel liegt der Unterschied zum TrueNAS nicht im Dateisystem, sondern im Weg, auf dem die Daten ankommen, und darin, wie abgeschottet das Ziel steht. Er bietet keine Freigaben im Netz an, die Stände kommen verschlüsselt über SSH als ZFS-Replikation, die Snapshots sind schreibgeschützt, und er gibt sie selbstständig an einen zweiten Server oder in die Cloud weiter. Wer einen Arbeitsplatz oder den Server davor übernimmt, findet auf diesem Weg kein Laufwerk, das sich verschlüsseln ließe. Wie er arbeitet, steht bei den besonderen Lösungen.

Was bei allen dreien gleich bleibt: Die 3-2-1-Regel hängt nicht am Gerät: drei Stände, auf zwei getrennten Systemen, einer außer Haus, und das Zurückspielen wird geprüft statt angenommen. Erfüllen lässt sich das mit jedem der drei Wege. Der Unterschied liegt im Aufwand und in der Frage, wie gut das Ziel noch geschützt ist, wenn die Rechner davor bereits in fremder Hand sind. Welche Stufe zu Ihnen passt, sage ich Ihnen ehrlich, auch wenn die Antwort das günstigste Fertiggerät ist.

Klingt das nach Ihrem Fall?

Sagen Sie mir, wie viele Geräte darauf zugreifen sollen und wie viele Daten zusammenkommen. Daraus ergibt sich die passende Größe.