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Individualrechner nach Maß

Server für den Betrieb

Ein Server ist kein besonders großer PC. Er ist ein Gerät, das läuft, wenn niemand hinschaut, und das merken lässt, wenn etwas nicht stimmt, bevor es zum Ausfall kommt.

Beschriftetes Schaubild eines Serverraums im kleinen Betrieb: Rack mit zwei Servern, NAS-Speicher, unterbrechungsfreier Stromversorgung und Kabelführung, dazu Klimagerät, Arbeitsplatz und gesicherter Zugang (mit KI erzeugtes Bild)
Was ich aufbaue

Vom Dateiserver bis zur ausfallsicheren Umgebung

Datei- und Anwendungsserver

Gemeinsame Ablage über SMB, Benutzer und Rechte zentral in einer Domäne (Active Directory oder Samba), dazu die Branchensoftware mit ihrem Datenbankdienst. Der Normalfall in Betrieben mit mehreren Arbeitsplätzen.

Sicherungsserver

Ein Gerät, dessen einzige Aufgabe die Sicherung ist, vom übrigen Netz getrennt und mit schreibgeschützten Snapshots, damit ein Verschlüsselungstrojaner es nicht mit erwischt. Mehr dazu bei den besonderen Lösungen.

Virtualisierung

Mehrere Maschinen auf einem Wirt, sauber voneinander getrennt, unter Proxmox VE oder Hyper-V. Spart Geräte, Strom und Platz, und eine kaputte Maschine ist aus dem Snapshot in Minuten wieder da, statt in Stunden neu aufgesetzt zu werden.

Hochverfügbarkeit

Zwei Knoten mit gespiegeltem Speicher und einem Cluster-Manager darüber: Fällt einer aus, übernimmt der andere, ohne dass jemand eingreift. Für Betriebe, in denen Stillstand teurer ist als die zweite Maschine.

Ausstattung

Was einen Server vom Arbeitsplatzrechner unterscheidet

  • Platten mit Freigabe für Dauerbetrieb und CMR-Aufzeichnung, nicht fürs Schreibtischsegment gebaut, dazu eine Reserveplatte im Regal oder als Hot-Spare
  • RAID 1, 5 oder 6 am Controller mit gepufferter Schreibcache-Sicherung, oder RAIDZ über einen HBA, wenn ZFS die Verwaltung übernimmt
  • ECC-Arbeitsspeicher, der Bitfehler erkennt und korrigiert, statt sie in die Datenbank zu schreiben
  • Redundante Netzteile an getrennten Sicherungskreisen, wo das System nicht stehen darf
  • Fernwartung auf Geräteebene über IPMI, iDRAC oder iLO, auch wenn das Betriebssystem gar nicht erst startet
  • Überwachung von S.M.A.R.T.-Werten, Temperaturen und RAID-Status mit Meldung per Mail, bevor eine Platte endgültig aussteigt
  • USV mit Datenverbindung zum Server, die bei anhaltendem Stromausfall einen geordneten Shutdown auslöst
  • Sicherungskonzept nach der 3-2-1-Regel, dessen Rückspielbarkeit regelmäßig geprüft wird und nicht nur im Protokoll grün ist
Nahaufnahme mehrerer Servereinschübe mit Laufwerksschächten
Servereinschübe im Rack mit Laufwerksschächten und Statusanzeigen

Braucht mein Betrieb überhaupt einen Server?

Nicht jeder. Bei drei Arbeitsplätzen, die hauptsächlich Dokumente teilen, reicht oft ein NAS, günstiger in Anschaffung und Betrieb, und für diesen Zweck völlig ausreichend.

Ein Server wird dann sinnvoll, wenn eine Branchensoftware ihren Datenbankdienst braucht, wenn Benutzer und Rechte zentral in einer Domäne verwaltet werden sollen, oder wenn mehrere Maschinen parallel laufen müssen. Dazu gehören zwei Zahlen, die Sie mir nennen sollten: wie lange der Betrieb ohne dieses System auskommt und wie viel Arbeitszeit im schlimmsten Fall verloren gehen darf. Aus der ersten ergibt sich, ob ein oder zwei Geräte nötig sind, aus der zweiten, wie eng die Sicherungen getaktet werden.

Diese Einschätzung mache ich vorab und ohne Verkaufsdruck. Sie bekommen von mir keinen Server, weil er teurer ist.

Klingt das nach Ihrem Fall?

Erzählen Sie mir von Ihrem Betrieb: wie viele Arbeitsplätze, welche Software, wie kritisch ein Ausfall wäre. Daraus ergibt sich, was Sie brauchen.